Arbeitnehmer werden älter - und kränker
Rückenschmerz - alterslose Qual



Die Wirtschaft boomt. Die Arbeitslosenzahlen sinken. Die Arbeitnehmer melden sich krank, jedenfalls häufiger als im vergangenen Jahr. Nachdem sie lange Zeit sanken, steigen seit einigen Jahren die Krankenstände in den Betrieben. Von Januar bis Ende September 2009 betrug die durchschnittliche Krankschreibungsquote vier Prozent. Wie der Bundesverband der Betriebskrankenkassen (BKK) berichtete, blieben die Beschäftigten 2009 im Schnitt an 14,7 Tagen krankheitsbedingt zu Hause. Das war immerhin ein Tag mehr als im letzten Jahr.

Belastung und Demographie sieht der BKK-Verband als Hauptursachen für den stetigen Krankheitszuwachs. Bei den Bau-, Reinigungs- und Metallberufen, sowie den Verkehrsberufen haben die physischen Anforderungen zugenommen. Krankschreibungen werden hier häufig über vier und mehr Wochen ausgestellt. über 55 Jahre alte Arbeitnehmer bleiben zunehmend ihren Arbeitsplätzen treu. In den vergangenen zehn Jahren stieg die Erwerbstätigkeit bei den Älteren um 49 Prozent.

Ob Jung oder Alt, das Kreuz plagt sie alle. Schon bei den 15 bis 25 Jahre alten Frauen saß jede Siebte wegen Rückenschmerzen im Wartezimmer eines Arztes, bei den gleichaltrigen Männern war es jeder Zehnte. Kreuzleiden werden oft chronisch, besonders bei älteren Menschen. Über 55 Jahre alte Arbeitnehmer mussten sich bei Rückenqualen durchschnittlich mehr als dreimal so lange krankschreiben lassen als ihre jüngeren Kollegen. BKK-Geschäftsführer Heinz Kaltenbach verwies auf die Bedeutung von Prävention und Vorsorge.

Mit freundlicher Genehmigung von Peter Appuhn physio.de